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Grenzau verlässt den letzten Platz

Bundesliga

Grenzau verlässt den letzten Platz

Grenzau verlässt den letzten Platz

Durch einen 3:2-Krimisieg beim Post SV Mühlhausen hat der TTC Zugbrücke Grenzau am 17. Spieltag der Tischtennis-Bundesliga (TTBL) den letzten Tabellenplatz verlassen und neue Hoffnung im Abstiegskampf geschöpft. Der nervenstarke Feng Yi-Hsin führte den TTC am Sonntagabend mit zwei Fünfsatzsiegen an. Mühlhausen verpasste die Chance, sich im Kampf um den sportlichen Klassenerhalt weiter abzusetzen, befindet sich als Achter aber weiterhin in einer guten Ausgangslage.

Nach dem Thriller am Sonntagabend war TTC-Manager Markus Ströher die Erleichterung anzusehen. „Hurra, wir leben noch“, freute sich Ströher nach dem wichtigen Grenzauer Auswärtssieg in Mühlhausen. Es war ein Erfolg der Moral, trotz vieler Rückstände und – wie Ströher verriet – erheblicher Reisestrapazen. „Ich kann der ganzen Mannschaft – inklusive Feng, der heute morgen um 07:55 Uhr aus Indien gelandet ist – nur ein großes Kompliment machen“, berichtete der Manager. Durch das 3:2 überholte Grenzau den ASC Grünwettersbach und gab damit die rote Laterne im Tabellenkeller ab.

Der ASC hatte am Samstag zum zweiten Mal binnen weniger Tage eine 2:0-Führung verspielt und blieb auch am 17. Spieltag ohne Punkte. „Gestern war Grünwettersbach dran, zu gewinnen, und verliert am Ende. Es war in allen Belangen ein glückliches Wochenende“, sagte Ströher. „Das ist ein Sieg, der uns etwas Luft gibt. Wir haben ein gutes Restprogramm, aber jeder kann gegen jeden gewinnen.“ Vor einem möglichen direkten Duell am letzten Spieltag um den letzten Tabellenplatz gegen die Karlsruher schauderte es Ströher dennoch: „Mir hat das heute schon gereicht.“

Feng punktet zweimal im Entscheidungssatz

Dass der Sieg im Schlussdoppel überhaupt möglich war, verdankt Grenzau der Nervenstärke seiner Spieler. Alle drei Punkte holten die Westerwälder nach Satzrückstand: Feng Yi-Hsin drehte gegen Ovidiu Ionescu einen 1:2-Rückstand und kämpfte sich gegen Kay Stumper sogar nach 0:2 Sätzen noch zurück. Im Abschlussdoppel gaben Maciej Kubik und Martin Allegro den ersten Durchgang ab, machten anschließend aber in vier Sätzen gegen das Post-Duo Ionescu/Marcos Freitas den Deckel drauf.

Was des einen Freud ist, ist des anderen Leid: „Das Problem heute war, dass wir unsere Führungen nicht durchbekommen haben“, beklagte Stumper nach dem Spiel bei Dyn. „Ovi in seinem Einzel, ich in meinem zweiten Spiel und jetzt auch im Doppel.“ Stumper hatte den Abend in einem engen Match aus Mühlhäuser Sicht noch positiv eröffnet und gegen Kubik im Entscheidungssatz mit 11:9 gewonnen. Den einzigen klaren Einzelerfolg des Post SV fuhr Freitas mit einem Dreisatzsieg gegen Allegro ein.

In der Tabelle bleibt Mühlhausen Achter mit 14 Punkten. Ein Sieg hätte bei noch fünf Spielen eine kleine Vorentscheidung bedeuten können – nun müssen die Thüringer den Blick weiter auch nach unten richten. „Wir versuchen natürlich, die höchstmögliche Punkteausbeute zu holen. Der Sieg heute hätte uns sehr sorgenfrei gemacht“, sagte Stumper.

Der 17. Spieltag in der Übersicht

Post SV Mühlhausen – TTC Zugbrücke Grenzau 2:3
Kay Stumper – Maciej Kubik 3:2 (8:11, 11:6, 11:8, 9:11, 11:9)
Ovidiu Ionescu – Feng Yi-Hsin 2:3 (11:9, 8:11, 11:1, 6:11, 4:11)
Marcos Freitas – Martin Allegro 3:0 (12:10, 11:9, 11:6)
Kay Stumper – Feng Yi-Hsin 2:3 (11:6, 11:9, 6:11, 8:11, 8:11)
Ionescu/Freitas – Kubik/Allegro 1:3 (11:7, 5:11, 9:11, 7:11)

TSV Bad Königshofen – TTF Liebherr Ochsenhausen 1:3
Bastian Steger – Andreas Levenko 3:0 (13:11, 11:2, 11:4)
Daniel Habesohn – Shunsuke Togami 1:3 (7:11, 11:13, 11:9, 4:11)
Filip Zeljko – Iulian Chirita 2:3 (12:10, 7:11, 11:5, 4:11, 8:11)
Bastian Steger – Shunsuke Togami 1:3 (10:12, 4:11, 12:10, 9:11)

Borussia Düsseldorf – 1. FC Saarbrücken-TT 3:2
Kanak Jha – Fan Zhendong 1:3 (11:6, 8:11, 6:11, 9:11)
Dang Qiu – Patrick Franziska 1:3 (8:11, 4:11, 11:3, 6:11)
Anton Källberg – Cedric Meissner 3:0 (14:12, 11:8, 11:7)
Kanak Jha – Patrick Franziska 3:1 (11:4, 14:16, 11:4, 11:9)
Qiu/Källberg – Meissner/Fan Zhendong 3:1 (12:10, 11:7, 7:11, 11:8)

ASC Grünwettersbach – TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell 2:3
Hiroto Shinozuka – Fanbo Meng 3:0 (11:9, 11:4, 11:7)
Tiago Apolonia – Ruwen Filus 3:1 (11:6, 12:14, 11:6, 13:11)
Tom Jarvis – Jonathan Groth 1:3 (8:11, 9:11, 11:4, 5:11)
Hiroto Shinozuka – Ruwen Filus 2:3 (11:7, 7:11, 7:11, 11:5, 7:11)
Walther/Apolonia – Meng/Groth 0:3 (7:11, 9:11, 7:11)

TTC Schwalbe Bergneustadt – SV Werder Bremen 3:2
Benedikt Duda – Irvin Bertrand 3:1 (11:8, 8:11, 11:3, 11:8)
Adrien Rassenfosse – Mattias Falck 1:3 (11:8, 10:12, 11:13, 7:11)
Leo de Nodrest – Kirill Gerassimenko 1:3 (6:11, 11:8, 5:11, 6:11)
Benedikt Duda – Mattias Falck 3:1 (13:15, 23:21, 11:9, 11:5)
de Nodrest/Rassenfosse – Gerassimenko/Bertrand 3:0 (11:7, 11:8, 11:9)

Montag, 16. Februar:
19 Uhr:
TTC OE Clarity-Telefonie Systeme Bad Homburg – Borussia Dortmund

Beitragsbild: Feng Yi-Hsin vom TTC Zugbrücke Grenzau (Foto: Ulrich Höfer)

TTBL Redaktion
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15.02.2026

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