Bundesliga

Wieder 2:0 verspielt – Grünwettersbach verliert gegen Fulda
Die Abstiegssorgen beim ASC Grünwettersbach werden größer. Am Samstagabend verspielten die Karlsruher zum zweiten Mal innerhalb einer Woche eine 2:0-Führung und verloren am 17. Spieltag der Tischtennis-Bundesliga (TTBL) gegen den TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell. Nach der neunten Pleite in Serie fand ASC-Coach Kilian Ort deutliche Worte.
Auch wenn sich das Skript wie bei der 2:3-Niederlage bei Rekordmeister Borussia Düsseldorf am Dienstag liest, waren es zwei komplett unterschiedliche Leistungen, die ASC-Coach Kilian Ort von seiner Mannschaft gesehen hat. „Wir haben am Dienstag eine gute Leistung abgeliefert, haben da gegen eine etwas bessere Mannschaft knapp verloren“, erinnerte sich Ort an das Spiel im ARAG Centercourt. Am Samstag sei es gegen Fulda allerdings „gesamtmannschaftlich deutlich schwächer“ gewesen, so der 29-Jährige: „Auch in den Einzeln, die wir gewonnen haben.“ Es war die zweite verspielte 2:0-Führung der Karlsruher binnen fünf Tagen – und die neunte Pleite in Serie.
Daher gehe es für Ort „nur noch darum, Vorletzter zu werden“, ordnete der Trainer die sportliche Krisenlage ein. „Es geht eigentlich auch nur noch zwischen Grenzau und uns. Königshofen ist mit Basti, Xue Fei und den anderen sehr guten Jungs momentan gefestigt genug, die Liga halten zu können.“ Am Samstagabend rutschte Grünwettersbach vorerst ans Tabellenende, eine Grenzauer Niederlage würde jedoch wieder den vorletzten Platz bedeuten.
Grünwettersbacher Doppelschwäche hält an
Während der Neun-Spiele-Niederlagenserie gingen vier Partien im Schlussdoppel verloren. „Wir gewinnen halt keine Doppel. Irgendwie mag keins rüberfallen“, äußerte sich Ort frustriert. Am Samstag sollten Ricardo Walther und Tiago Apolonia die Trendwende bringen. Gegen Fanbo Meng und Jonathan Groth verloren das ASC-Duo jedoch in drei Sätzen, verspielten im zweiten Durchgang sogar eine 6:0-Führung. „Im Doppel hatte ich uns hinten gesehen, aber sie haben sehr souverän und gut gespielt“, freute sich Fuldas Nummer eins Ruwen Filus.
Zuvor hatten Shinozuka (3:0 gegen Meng) sowie Apolonia (3:1 gegen Filus) die Partie früh auf die Seite der Gastgeber gebracht. Nach der Pause leitete Groth mit einem 3:1 gegen den zuletzt glücklosen Tom Jarvis das Comeback der Hessen ein. Filus schickte die Begegnung anschließend durch seinen Fünfsatzsieg im Topspiel gegen Hiroto Shinozuka ins Doppel.
Fulda verabschiedet sich durch den Sieg fürs Erste von größeren Abstiegssorgen: Mit 14 Punkten belegt der TTC Platz acht und hat sechs Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge. Grünwettersbach wird noch punkten müssen, um den sportlichen Klassenerhalt zu garantieren. Das ist aber kein Selbstläufer, wie Ort weiß: „Unser Restprogramm ist sehr, sehr schwer. Das von Grenzau ist machbarer, wenn auch jede Mannschaft in der Liga Qualität hat.“
Der 17. Spieltag in der Übersicht
ASC Grünwettersbach – TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell 2:3
Hiroto Shinozuka – Fanbo Meng 3:0 (11:9, 11:4, 11:7)
Tiago Apolonia – Ruwen Filus 3:1 (11:6, 12:14, 11:6, 13:11)
Tom Jarvis – Jonathan Groth 1:3 (8:11, 9:11, 11:4, 5:11)
Hiroto Shinozuka – Ruwen Filus 2:3 (11:7, 7:11, 7:11, 11:5, 7:11)
Walther/Apolonia – Meng/Groth 0:3 (7:11, 9:11, 7:11)
TTC Schwalbe Bergneustadt – SV Werder Bremen 3:2
Benedikt Duda – Irvin Bertrand 3:1 (11:8, 8:11, 11:3, 11:8)
Adrien Rassenfosse – Mattias Falck 1:3 (11:8, 10:12, 11:13, 7:11)
Leo de Nodrest – Kirill Gerassimenko 1:3 (6:11, 11:8, 5:11, 6:11)
Benedikt Duda – Mattias Falck 3:1 (13:15, 23:21, 11:9, 11:5)
de Nodrest/Rassenfosse – Gerassimenko/Bertrand 3:0 (11:7, 11:8, 11:9)
Sonntag, 15. Februar:
13 Uhr: Borussia Düsseldorf – 1. FC Saarbrücken-TT
15:30 Uhr: TSV Bad Königshofen – TTF Liebherr Ochsenhausen
17 Uhr: Post SV Mühlhausen – TTC Zugbrücke Grenzau
Montag, 16. Februar:
19 Uhr: TTC OE Clarity-Telefonie Systeme Bad Homburg – Borussia Dortmund
Beitragsbild: Jonathan Groth vom TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell (Foto: Tomafocus)







